Was macht unser Team eigentlich so an einem Samstag?


Einige kümmern sich im Lockschuppen um die Tiere, sorgen für Sauberkeit und tauschen, wie jede Woche, die Eier von Hunderten Tauben aus. Andere übernehmen in dieser Zeit die sogenannte „Bahnhofsrunde“. Dabei werden Leitern aufgestellt, um auf Vordächern, hinter Reklametafeln, rund um den Bahnhof, im Parkhaus und vielen anderen Orten das ganze Jahr über nach Taubeneiern zu suchen und sie auszutauschen.

Hier einige Bilder der sogenannten Samstagsrunde…


Ist das unser Job? Nicht wirklich. Eigentlich wäre es Aufgabe der Stadt, die bereits im April 2025 ein eigenes Taubenschutzkonzept angekündigt hat. Doch wer tatsächlich die Arbeit übernimmt, lässt sich leicht beobachten, wenn unsere Runden gedreht werden. 😉

Auch unter einigen Brücken in Hagen nisten die Tauben ungehindert, da es versäumt wurde, die Lücken und Schlitze vorsorglich zu schließen. Das sorgt nun für großes Aufsehen und immer wiederkehrende Beschwerden. Selbst dort versuchen wir zu helfen, indem wir zumindest an zugänglichen Stellen die Eier austauschen.

Nicht alle sind begeistert, uns zu sehen.

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Diese beiden Geschwister wollten jedenfalls lieber ihre Ruhe haben. Aber wir meinen es nur gut und führen regelmäßig Kontrollen durch.

Sobald sie ihre ersten Flugversuche unternehmen, werden sie von dort weggeholt, um sie zu schützen. Andernfalls würden sie, wie schon viele vor ihnen an dieser Stelle, mit Sicherheit überfahren werden.😔


Sie wollen uns helfen?

Sehr, sehr gerne… hier können Sie uns mit Futter helfen:

https://tierschutzverein-hagen.de/wusstet-ihr-schon-wie…

Gerne darf auch Geld gespendet werden z.B. für die vielen Kunsteier die wir benötigen aber auch für Medikamente und Impfungen oder für Aufzuchtfutter🙏

Ganz einfach hier spenden:

Lieben Dank im Namen der Tiere, für die wir uns täglich einsetzen.😇

Tauben brüten auf Dachböden


Auch wenn Sie vielleicht der Meinung sind, dass wir zu häufig über Tauben berichten, ist dies tatsächlich ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Von allen Seiten erreichen uns Hilferufe: besorgte Bürger melden verletzte Tiere, Vermieter möchten keine Tauben in ihren Gebäuden und auf den Dachböden, es gibt ständig Hinweise auf Küken, die aus Nestern gefallen sind und unsere Hilfe brauchen, und vieles mehr.😔

In dieser Woche wurden uns erneut zwei Dachböden gemeldet, auf denen Tauben brüten. Also machten sich unsere Kolleginnen auf den Weg, ausgerüstet mit Keschern und Kunsteiern, um zumindest Schadensbegrenzung zu betreiben und erste Hilfe zu leisten. Zahlreiche Eier mussten gesucht, gefunden und gegen Kunsteier ausgetauscht werden – teilweise unter ganz schön riskanten Bedingungen.😲

Die Frauen kriechen durch den Dreck, teils auf allen Vieren, um die Tiere aufzuspüren und in Sicherheit zu bringen! Oftmals nur durch ein geschultes Auge zu entdecken, sitzen die Küken in schmalen Ritzen unter Dachschrägen.

Die Nester werden nun regelmäßig kontrolliert, und die Eier werden so lange ersetzt, bis kein weiterer Nachwuchs mehr vorhanden ist und alle Küken in Sicherheit gebracht wurden. Erst dann können die Dachböden verschlossen werden. Dennoch bleibt dies nur eine Form der Schadensbegrenzung, denn die Tauben werden sich zwangsläufig neue Brutplätze suchen, die für uns unzugänglich sind. Es bleibt ein Teufelskreis, so lange es in Hagen keine entsprechenden Taubenhäuser gibt.😔

ACHTUNG

‼️

Falls Sie irgendwo ein Taubennest entdecken, sei es hinter Spikes oder am Boden, und darin eine Visitenkarte von uns liegt, bitten wir Sie, nichts anzufassen, zu entsorgen oder zu zerstören. 🙏

Die Kunsteier kosten Geld und in der Menge in der sie benötigt werden auch nicht unerheblich viel! Daher bitte einfach liegen lassen.
Unser Vorgehen: Wir tauschen die Eier aus!

Das bedeutet, dass wir die Taubeneier gegen Gipseier austauschen. So wird verhindert, dass weiterer Nachwuchs entsteht. Die Nester werden von uns regelmäßig kontrolliert.

Leider ist dies in einer Stadt wie dieser nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da wir aufgrund schwieriger Zugänglichkeiten nur an wenigen Orten handeln können.

In Kürze wird es dazu weitere Informationen geben, einschließlich kleiner Kärtchen mit einem QR-Code. Darüber können Sie alles über unsere Arbeit und unsere Vorgehensweise erfahren. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Hilflose Taube in Netz verfangen

Update! Leider ist sie trotz aller Bemühungen doch verstorben.



Fotos: TSV Hagen

Letzte Woche wurden wir vom Bereitschaftsdienst um Hilfe gebeten. Der Vorfall betraf eine Taube, die in einem Netz gefangen war und zunächst als tot gemeldet wurde. Wie üblich wollten wir uns zunächst ein genaueres Bild der Lage machen und baten um ein Foto. Dabei stellte sich rasch heraus, dass das Tier nicht tot war. Aufgrund eines verzweifelten Überlebenskampfs war es jedoch extrem geschwächt und konnte sich nicht selbst aus dem Netz befreien.😔

Glücklicherweise war eine Kollegin in der Nähe, die sofort zum Einsatzort fuhr. Mit Hilfe einer „Räuberleiter“ gelang es ihr, die Taube zu erreichen und sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien – buchstäblich in letzter Minute. Das Tier war zwar gerettet, doch es zeigte deutliche Anzeichen von Erschöpfung und wies Verletzungen auf.

Es ist erschütternd zu sehen, welches Leid durch unsachgemäß angebrachte Netze verursacht wird. Diese unprofessionellen Konstruktionen verhindern nicht nur nicht effektiv, dass Tauben dort nisten. Immer wieder werden Tiere darin gefangen, verletzen sich schwer oder sterben qualvoll.😢

Für diese Taube hatte der Tag jedoch ein glückliches Ende, denn sie wurde rechtzeitig entdeckt und gerettet. Sie verdankt ihr Leben den Meldern, dem beherzten Einsatz und der schnellen Reaktion unserer Kollegin.😇

Hilflose Entenküken als Fußball benutzt


Uns verschlägt es hin und wieder einfach nur die Sprache. 😔

Am Dienstagabend nach 21 Uhr erreichte uns eine Nachricht über Umwege vom städtischen Ordnungsdienst. Die Mitarbeiter hatten zehn winzige Entenküken in ihrem Fahrzeug, die sie zuvor in Hagen entdeckt hatten – an einem Ort, an dem sich häufig Menschen aufhalten, um Alkohol zu trinken. Genau diese Personen, haben alles darangesetzt, den kleinen Tieren das Leben zu retten. Offenbar hatten zuvor Kinder mit den Küken Fußball gespielt und sie durch die Gegend „gekickt“. 😠

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich für die hilflosen Tiere eingesetzt haben, sowie an die Mitarbeiter des Ordnungsamtes.

Die Entenküken wurden schließlich zu einem unserer Kollegen gebracht, der unverzüglich alles fachgerecht für die Kleinen vorbereitete und sie mit Engagement und Fürsorge aufnahm.

Ganz lieben Dank an Thomas, der wieder einmal spontan für uns und die Tiere da war.❣

Die Küken waren völlig verstört und benötigten einige Zeit zur Erholung. Auch der nächste Tag war noch kritisch, doch mittlerweile sind wir zuversichtlich, dass die kleinen Tiere nun über den Berg sind. 😇

Vielen Dank an alle Beteiligten für ihren Einsatz!

Eichhörnchen-Baby in Not


Vor einigen Tagen wurde ein kleines Eichhörnchen in einer Tierarztpraxis in Hagen abgegeben. Es war hilflos auf der Hagener Straße gefunden worden und wurde dort bis zu unserer Abholung liebevoll versorgt. Eine Kollegin nahm das Kleine in ihre Obhut und brachte es zu unserer Pflegestelle. ❣

Zwar ist es noch nicht vollständig über den Berg, doch es befindet sich auf einem guten Weg und in besten Händen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich für das kleine Eichhörnchen engagiert haben, und ein besonderer Dank an die Pflegestelle für ihre großartige Unterstützung.🥰

Die Geschichte eines ehemaligen Streuners und sein ganz persönliches Happy End


Fotos: TSV Hagen

Hallo ihr Lieben, ich bin „der wilde rote“ Kumpi.

Da hier gerade so viele Geschichten geteilt werden – von der lieben Kollegin, die die wilden Katzen füttert – dachte ich mir, ich erzähle euch auch meine. Ich hatte Glück und musste keine wilde Katze werden. Aber dieses Glück hat leider nicht jede Katze.

Es ist schon eine Weile her, dass ich als junger, unkastrierter Kater mein altes Zuhause verlassen habe. Auf der Suche nach jungen, hübschen Mädels bin ich bei zwei etwas komischen Menschen gelandet. Und tatsächlich auch bei zwei hübschen Mädels – leider kastriert. Aber ich habe den beiden trotzdem jeden Tag meine schönsten Liebeslieder gesungen.

Und wie sich das für einen richtigen Kater gehört, habe ich natürlich erstmal alles ordentlich markiert. Man muss ja schließlich zeigen, dass man da ist 😼

Naja… und wenn ich mich unbeobachtet gefühlt habe, auch mal in der Wohnung.

Die komische Frau, die dort lebt, hat schnell herausgefunden, dass ich noch nicht kastriert war. Statt mich zu fangen, hat sie alles dafür getan, mein Vertrauen zu gewinnen. Sie hat mir immer wieder das Gefühl gegeben, dass ich einfach bleiben darf. Irgendwann habe ich mein kleines Katerherz in die Pfoten genommen – und so nahm alles seinen Lauf.

Auf einmal war die komische Frau gar nicht mehr so komisch, und ich habe wirklich begonnen, sie zu mögen. Wobei… ein bisschen hat sie mich auch bestochen – mit Milch und Parmesan. Da fahre ich nämlich richtig drauf ab 😼

Irgendwann kam dann der Tag des Tierarztbesuches… Das war ein Abenteuer, sag ich euch. In eine Decke gewickelt kam ich in eine Kiste – fand ich alles andere als witzig (Aber es hat ohne Falle und mit viel Zeit geklappt). Im Untersuchungsraum habe ich erstmal gezeigt, wie viel Power in mir steckt. Die Tierärztin war ziemlich perplex: Ich sei zahm, hieß es – ja, bei meinen Menschen! Aber fremde Menschen… da sieht die Sache schon anders aus 😼 Aber lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe an diesem Tag meine kleinen Knicker im Raum gelassen und dafür ein richtig gutes Leben bekommen.

Der Tierschutzverein Hagen und Umgeebung e.V.hat dafür die Kosten übernommen und war froh, dass ich ein Zuhause bei lieben Menschen bekommen habe, vorallem aber auch keine Babys mehr machen konnte🙏

Und falls ihr euch fragt: Ja, ich passe hier auch gut auf mein Zuhause auf.

Irgendwann meinte nämlich noch ein anderer Kater, er könnte einfach so hier einziehen – so wie ich damals. Sagen wir mal so… Ich habe ihm freundlich, aber bestimmt erklärt, dass das hier schon vergeben ist. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. 😼

Meine beiden hübschen Mädels sind noch immer da – auch wenn ich mittlerweile verlernt habe, wie man Liebeslieder singt.

Ich bin angekommen und zur Ruhe gekommen. Ich kann immer noch nicht alles, was so normale Drinnenkatzen können – spielen zum Beispiel mache ich nur, wenn niemand zusieht. Aber ich bin happy, eine Kuschelkatze geworden, und alle hier lieben mich (auch wenn die Mädels das niemals zugeben würden 😸).

Das leidvolle Thema Igel.


Gestern wurde ein Igel gefunden, dem ein Auge fehlte. Die Wunde um das Auge war so tief, dass der Knochen sichtbar war, und das arme Tier litt unter starken Schmerzen. Man kann nur mutmaßen, was diesem Igel zugestoßen ist, doch leider bietet die Natur kaum noch sichere Rückzugsorte für diese Tiere.

(**Die Originalbilder möchten wir allen ersparen, daher nur ein KI-generiertes-Bild.)

Das Igelweibchen musste schließlich erlöst werden – eine äußerst traurige Entscheidung. Übrigens: Wer glaubt, dass Wildtiere kostenlos behandelt werden, liegt falsch. Wir zahlen die üblichen Tierarztgebühren, die sich, wie gestern, oft auf das Zwei- bis Dreifache belaufen, zuzüglich einer Praxisgebühr von 50 Euro. 😔

Der Eingriff war notwendig, um das Leiden des kleinen Wesens zu beenden. Der Madenbefall und die großen Schmerzen waren selbst für eine erfahrene Igelpflegestelle kaum zu ertragen. 😢

Makellos gepflegte Gärten, der übermäßige Rückschnitt von Hecken und Büschen, das Entfernen von Laubhaufen sowie zuletzt noch die vielen Osterfeuer und andere Eingriffe erschweren das Leben der Stacheltiere erheblich. Hinzu kommen Trockenheit und Nahrungsmangel, die die Situation zusätzlich verschärfen.