Kleiner Schatz, du hast doch dein eigenes Futter, richtig leckeres und gutes Kittenfutter
Warum musst du dann trotzdem das Essen von deiner Mama stibitzen?
Naja, es scheint wohl auch nicht schlecht zu schmecken, und ein bisschen probieren schadet ja nie.
Während auf der einen Pflegestelle der Mama das Essen gestohlen wird, finden auf der nächsten Pflegestelle kleine Ringkämpfe oder doch eher Boxkämpfe statt.
In den letzten Tagen ging es wieder turbulent zu. Die Jungvogel- und Entenkükenzeit hält uns ordentlich auf Trab.
Fast täglich erreichen uns Anrufe, in denen um Hilfe oder Rat gebeten wird. Während sich manche Anliegen telefonisch klären lassen, müssen wir oft selbst eingreifen, die Tiere kurzfristig versorgen und anschließend zu den Pflegestellen bringen.
An dieser Stelle möchten wir einmal mehr allen Beteiligten danken: unserem Team, den Fahrern, den aufmerksamen Melderinnen und Meldern – und ganz besonders den Pflegestellen, die unermüdlich im Einsatz sind.
In einer Vase hatte sich ein Meisenpärchen ein gemütliches Nest eingerichtet. Dort legten sie ihre Eier und begannen zu brüten.
Die Dame vor Ort machte sich große Sorgen um die kleinen Küken. Zwar kümmerten sich die Eltern hervorragend um ihren Nachwuchs, und die Vase bot Schutz, doch die Frage blieb: Wie sollten die Kleinen es schaffen, aus der Vase heraus zu kommen?
Man mag es kaum glauben, aber vorgestern flogen alle Küken nacheinander erfolgreich aus. Liebevoll umsorgt und bestens behütet von den Eltern, flattern sie nun munter durch die Bäume und Büsche der Umgebung.
Mal sehen, ob das Meisenpärchen diesen außergewöhnlichen Nistplatz auch im nächsten Jahr wieder für sich entdeckt!
So viele Tierkinder oder verletzte und geschwächte Tiere brauchten unsere Unterstützung. Wir danken von Herzen allen Beteiligten, die dabei geholfen haben, die Tiere zu sichern, zu transportieren und vorübergehend zu versorgen, bis sie fachkundig betreut werden konnten.
– Fotos: TSV Hagen
Ein riesiges Dankeschön gilt natürlich auch unseren großartigen Pflegestellen!
Hier wird Unglaubliches geleistet und Hand in Hand zusammengearbeitet – stets im Sinne des Tierschutzes und zum Wohle der Tiere.
Zum Glück verfügen einige von uns stets über die passende Nahrung für die Kleinen und wurden von fachkundigen Personen entsprechend geschult
Ein herzliches Dankeschön an Dich, liebe Steffi, für Deine Unterstützung – auch an dieser Stelle.
Dank dieser Hilfsbereitschaft können wir gelegentlich einem oder anderen Vogelkind eine „Überbrückung“ ermöglichen, bis der nächste Tag anbricht.
Leider gibt es in Hagen keine speziellen Auffangstationen, sodass wir oft weite Strecken auf uns nehmen müssen, um den Vögeln zu helfen. Nun sind wir zumindest in der Lage, etwas abzuwarten, bevor wir bis zu dreimal täglich fast 80 Kilometer hin und her fahren müssen.
Ein riesiges Dankeschön an unsere engagierten Ehrenamtlichen und selbstverständlich an unsere wunderbaren Pflegestellen, die immer für uns und die Tiere da sind!
In dieser Jahreszeit klingelt bei uns ständig das Telefon, weil immer wieder kleine Wildtiere gefunden werden. Außerdem erhalten wir regelmäßig Anfragen vom Tierheim der Stadt Hagen, das uns um Unterstützung bittet.
Tiere, die dort abgegeben werden und vor Ort nicht versorgt werden können, holen wir ab und bringen sie zu entsprechenden Pflegestellen. Besonders häufig landen beispielsweise Wildtauben im Tierheim – auch diese übernehmen wir und kümmern uns um die Vermittlung an passende Pflegestellen.
– Fotos: Tierschutzverein Hagen
Das kleine gelbe Entenküken ist ein weiteres Beispiel: Es wurde im Tierheim abgegeben und kurz darauf von uns übernommen. Von dort aus kam es in den „Entenkindergarten“ unseres Kollegen. Hier bleiben die ganz jungen Tiere für eine gewisse Zeit, bevor sie zu spezialisierten Einrichtungen mit optimalen Auswilderungsmöglichkeiten gebracht werden. Für diesen Zweck nehmen wir Strecken von bis zu 60 Kilometern in Kauf.
Das gilt übrigens nicht nur für Enten oder Wildtauben, sondern auch für kleine Singvögel und Mauersegler. Häufig pendeln wir zwischen Hagen, Lüdenscheid und Bochum, da es in unserer Umgebung leider nur wenige Päppler gibt, die sich um solche Tiere kümmern können.
Wir sind unendlich dankbar für jeden Helfer, der ein Tier selbst direkt zur Pflegestelle bringt, denn oft geht das schneller. Als ehrenamtliche Tierschützer können viele von uns erst nach der Arbeit losfahren, doch gerade bei Jungtieren zählt jede Minute, damit sie so schnell wie möglich in fachkundige Hände gelangen. Darum ist es ein großer Vorteil, wenn Finder selbst den Transport übernehmen können.
Als aktive Tierschützer legen wir Jahr für Jahr tausende Kilometer zurück, um Tiere zu retten und ihnen ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Finder, Fahrer und ganz besonders an unsere großartigen Pflegestellen – ohne euch wäre all das nicht möglich!
Auf keinen Fall Selbstversuche! Die Aufzucht der Tiere gehört in fachkundige Händen!
Fotos: Tierschutzverein Hagen (**Fotos, Nestlinge und Ästling, dienen nur zur Aufmerksamkeit.)
Wer ein kleines Vogelbaby entdeckt, dem stellt sich oft die Frage, ob das Tier Hilfe benötigt oder ob es besser ist, die Natur machen zu lassen. Bevor jedoch vorschnell eingegriffen wird, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Situation genau zu beobachten. Hier erfahren Sie, wie Sie im Fall der Fälle richtig handeln und das kleine Wesen unterstützen können.
### Vogelbaby gefunden – Hilfe nötig, oder nicht?
Nicht jeder gefundene Jungvogel ist tatsächlich hilfsbedürftig. Beobachten Sie ihn daher zunächst aus sicherer Entfernung. Ist das Vogelbaby nahezu komplett befiedert (ein sogenannter Ästling)? Dann sitzen Sie das Tier bitte nicht auf – es ist nämlich höchstwahrscheinlich auf natürlichem Weg aus dem Nest geklettert und wird weiterhin von seinen Eltern umsorgt. In den meisten Fällen kommen diese regelmäßig vorbei, um den Ästling zu füttern. Es hilft, geduldig zu warten und genau zu beobachten.
Anders sieht es hingegen bei nackten oder verletzten Jungvögeln aus: Diese sind allein nicht überlebensfähig und benötigen sofort menschliche Hilfe. Dabei sollten Sie schnell handeln: Wärmen Sie das Vogelbaby – zum Beispiel mit einem Handtuch oder einer handwarmen Wärmflasche –, setzen Sie es in einen Karton mit Luftlöchern und kontaktieren Sie umgehend die lokale Wildvogelhilfe oder einen Tierarzt.
### Schritt-für-Schritt-Anleitung: Erste Hilfe für Vogelbabys
Bei der Rettung eines Vogelbabys gibt es einige wichtige Schritte, die Ihnen helfen, nichts falsch zu machen:
– **Zustand prüfen:** Ist der Vogel nackt und hilflos (Nestling) oder bereits befiedert (Ästling)? Diese Unterscheidung ist entscheidend für das weitere Vorgehen.
– **Fundort sichern:** Befindet sich ein unverletzter Ästling an einem gefährlichen Ort (zum Beispiel mitten auf der Straße oder in Reichweite einer Katze)? Dann setzen Sie ihn vorsichtig in einen nahegelegenen Busch oder einen sicheren Platz in erhöhter Position.
– **Wärmen und sichern:** Ein verletzter oder stark unterkühlter Vogel muss zuerst gewärmt werden – am besten mit einer handwarmen Wärmflasche (nicht zu heiß!). Wickeln Sie ihn anschließend sanft in ein Tuch und setzen Sie ihn in einen Karton mit Luftlöchern.
– **Kein Füttern und Tränken:**Unterlassen Sie jeglichen Versuch, das Vogelbaby zu füttern oder ihm Wasser einzuflößen. Laienkenntnisse in der Versorgung können mehr schaden als nützen – beispielsweise durch falsche Nahrung oder verschlucktes Wasser.
-**Wir weisen an dieser Stelle auch nochmals darauf hin, dass das im Handel angebotene Aufzuchtfutter nicht geeignet ist um Jungvögel großzuziehen, auch wenn der Hersteller dies angibt.
-**Niemals gehören in einen Vogel: selbst gemischte Breie, Ei, Milchprodukte, Honig, Hackfleisch, Haferflocken auf gar keinen Fall Katzenfutter!
– **Vogelart bestimmen:** Bevor weitere Maßnahmen getroffen werden, sollte die genaue Vogelart bestimmt werden. Die Bedürfnisse junger Vögel sind je nach Art sehr unterschiedlich und erfordern spezifische Pflege.
– **Profi-Hilfe holen:** Suchen Sie schnellstmöglich professionelle Unterstützung! Kontaktieren Sie eine Wildvogelstation oder einen auf Vögel spezialisierten Tierarzt. Auch Tierheime oder örtliche Tierschutzvereine können oftmals weiterhelfen und Kontakte zu sogenannten Päpplern herstellen – Experten für die Aufzucht von Jungvögeln. Falls Wochenende ist: In jeder Stadt gibt es einen tierärztlichen Notdienst, der möglicherweise weiß, wohin Sie das Tier bringen sollten.
### Nestling oder Ästling – Was ist der Unterschied?
Manchmal ist es gar nicht so einfach, den Zustand eines Vogelbabys zu beurteilen. Doch die Unterschiede zwischen einem Nestling und einem Ästling sind entscheidend:
– **Ästling:** Dieser Jungevogel ist bereits befiedert und verlässt das Nest freiwillig, meist bei seinen ersten Flugversuchen. Er wird von seinen Eltern weiterhin umsorgt und gefüttert – selbst wenn er noch am Boden sitzt. Handeln Sie nur dann, wenn das Tier klar gefährdet ist (beispielsweise durch Katzen).
– **Nestling:** Ein Nestling hingegen hat entweder noch keine oder nur wenige Daunen. Wenn solch ein Jungvogel aus dem Nest fällt, ist er dringend auf Hilfe angewiesen. Falls Sie das Nest finden können, setzen Sie das Kleine behutsam zurück hinein! Ist das nicht möglich, sollte die weitere Aufzucht unbedingt von Experten übernommen werden. Selbstversuche sind hier keine Option.
### Wichtige Hinweise: Katzenbisse erkennen
Häufig fällt es zunächst nicht auf, wenn ein junges Vögelchen von einer Katze angegriffen wurde, da die äußeren Verletzungen oft klein sind. Doch Vorsicht: Solche Bisse können tödlich sein! Wenn
Sie den Verdacht haben, dass eine Katze den Vogel verwundet hat, bringen Sie das Tier zügig zu einem Tierarzt. Dort wird eine Antibiotika-Behandlung
**Fotos, Nestlinge und Ästling, dienen nur zur Aufmerksamkeit.
Die Saison hat in jeder Hinsicht begonnen: Kleine Enten, kleine Vögel und natürlich zahlreiche verletzte Tiere wie Tauben, Enten und viele andere.
Fotos: TSV Hagen
Eine Taube hatte einen Kropfriss, der von einem Tierarzt genäht werden musste, während eine Ente mit einem verletzten Bein auf der Pflegestelle behandelt wurde. Ebenso kümmerten wir uns um kleine Vögel, die aus ihren Nestern gefallen waren. Wie immer steht bei uns das Telefon nicht still.
Unsere Hilfe beschränkt sich nicht nur auf Katzen und Stadttauben – auch viele Wildtiere sind auf unsere Unterstützung angewiesen. Leider fehlen in Hagen nach wie vor Vogelpäppler, sodass wir die kleinen Tiere regelmäßig nach Bochum oder Lüdenscheid bringen müssen. Glücklicherweise können unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort erste Hilfe leisten und die Tiere versorgen, bis die weitere Fahrt möglich ist.
Wir danken allen Meldern, Fahrern, Teammitgliedern und vor allem unseren Pflegestellen. Gemeinsam können wir Leben retten!
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