Unsere Stofftauben sind nicht nur bei uns beliebt, sondern auch bei den Hunden.
Wie man sieht, wird sie ausgiebig geknuddelt und umschmust. Zugegeben, es sind vielleicht keine typischen Hundespielzeuge, aber wenn Herrmann so begeistert davon ist, konnten man ihm diesen Spaß einfach nicht verwehren.
Mitte April berichteten wir über einen Dachboden, auf dem erneut Tauben gebrütet hatten. Vor Ort trafen wir eine äußerst freundliche Eigentümerin, die nicht nur unsere Arbeit schätzt, sondern uns auch aktiv unterstützt.
Nachdem einige Gelege regelmäßig ausgetauscht wurden und nun sicher ist, dass kein Nachwuchs mehr nachkommt, wurde uns gestattet, einen kleinen Bereich des Dachbodens abzugrenzen und ihn speziell für die Tauben herzurichten. Dort können sie weiterhin verweilen, während der Bereich sauber gehalten und die Eier konsequent ausgetauscht werden.
Hätte man die Tiere einfach nur verscheucht, wären sie vermutlich zum nächsten Dachboden oder in ein leerstehendes Gebäude gezogen, um dort ungestört weiter zu brüten. Genau solche Situationen möchten wir vermeiden. Wir finden dieses Vorgehen äußerst vorbildlich und wünschen uns, dass ähnliche Lösungen auch an anderen Orten umgesetzt werden könnten.
Ein herzliches Dankeschön an die engagierte Eigentümerin, die durch ihre Unterstützung den Tieren einen sicheren Platz ermöglicht. Ebenso ein großes Lob an unser Team, das vor Ort so tatkräftig daran gearbeitet hat, den Tauben eine alternative Brutstätte zu schaffen – wenn auch ohne Nachwuchserfolg.
Heute Morgen erhielten wir von einer Dame einen ungewöhnlichen Hinweis und wurden um Unterstützung gebeten. Sie hatte beobachtet, wie hinter einem verschlossenen Dachfenster eine Taube unruhig an der Scheibe flatterte, während eine zweite Taube draußen vor dem Fenster war.
Unsere Kollegin informierte sofort den Hausmeister, der kurz darauf erschien, um Zugang zum Dachboden zu ermöglichen. Um die Situation schnell zu entschärfen, wurden zunächst Futter und Wasser bereitgestellt. Der Hausmeister zeigte sich hilfsbereit und überließ unseren Kolleginnen den Schlüssel, sodass sie später die eingeschlossene Taube befreien konnten. Wie befürchtet, fanden sie dabei zwei Küken vor, die gesichert werden mussten.
Die Küken, die wohlauf sind, wurden inzwischen in eine Pflegestelle gebracht, wo sie aufgepäppelt werden. Die freigelassene Taube kehrte zu ihrem Partner zurück, der zuvor verzweifelt versucht hatte, durch das Fenster zu ihr zu gelangen.
Dank der schnellen Meldung und des raschen Handelns unserer Kolleginnen und dem Hausmeister konnten drei Leben gerettet werden. Nachdem keine weiteren Tiere oder Gelege gefunden wurden, ist das Fenster nun fest verschlossen. Allen Beteiligenden dafür ein herzliches Dankeschön
Wir sind zutiefst betroffen und können das Leid der Tiere kaum noch ertragen. Immer wieder erreichen uns Meldungen über Dachböden, auf denen kaputte Fenster oder offene Luken Tauben freien Zugang gewähren.
– Fotos: TSV Hagen
Was passiert? Viele Menschen schauen jahrelang einfach weg, bis das unvermeidliche Chaos eintritt:
Hunderte von Tauben haben sich dort eingenistet, geschlüpft, liegen qualvoll im Müll verendet, während sich ihr Kot bereits zentimeterdick angesammelt hat. Erst dann erinnert man sich an den Tierschutz und ruft um Hilfe.
All das Leid, all die Tiere, die hätten gerettet werden können, und die schrecklichen Bedingungen, die vermeidbar gewesen wären – das alles ließe sich verhindern, wenn nur rechtzeitig und verantwortungsvoll gehandelt würde. Zwischen zahlreichen Nestern finden wir oft verendete Jungtiere, die qualvoll verhungert sind, weil sie ihre Eltern nicht rechtzeitig begleiten konnten. Solche Szenen sind nicht nur traurig, sie sind auch vermeidbar. Warum lassen so viele Hausbesitzer es überhaupt erst so weit kommen? Wo bleibt das Verantwortungsbewusstsein?
Die hohe Taubenpopulation wirft immer wieder Fragen auf – ein wesentlicher Faktor ist der Zustand vernachlässigter Gebäude. Zerstörte Fenster ermöglichen Tauben den Zutritt zu ungenutzten Dachböden, die als Rückzugsort genutzt werden. Ohne nachhaltiges Taubenmanagement vermehren sie sich dort unkontrolliert.
Dieses Verhalten wurde den Tieren über Generationen vom Menschen selbst anerzogen. Tauben sind seit jeher von uns abhängig, weil sie gezielt für Nutzzwecke gezüchtet wurden – etwa als Brieftauben oder bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten. Doch sobald sie nicht mehr gebraucht werden oder ausgesetzt werden, kämpfen sie verzweifelt ums Überleben, suchen Schutz und Nahrung in der Nähe der Menschen und enden oft in Schmutz, Hunger und Elend, da sie kaum artgerechte Nahrung finden.
Bilder wie diese sind für uns kaum noch erträglich – und sie könnten durch ein sinnvolles Taubenmanagement vermieden werden. Die Vorstellung, wie unsere Kolleginnen solche Dachböden betreten und immer wieder tote sowie verhungerte Tiere vorfinden, ist kaum zu ertragen. Es ist höchste Zeit zu handeln und endlich Standards zu schaffen, die längst überfällig sind.
Nur durch nachhaltige Maßnahmen wie Taubenhäuser kann man solche tragischen Hotspots verhindern und eine gezielte Geburtenkontrolle durchführen.
Sie denken, Tierschutz sei langweilig und nicht spannend?
Dann werfen Sie doch mal einen Blick hierauf!
Eine Kollegin ist auf dem Dachboden unterwegs, um Eier auszutauschen. Insgesamt wurden dort zehn Gelege entdeckt, deren Eier ersetzt wurden. Nun wird wöchentlich geprüft und bei Bedarf weitere Eier ausgetauscht, damit es keinen weiteren Nachwuchs mehr gibt.
Eiersuche das ganze Jahr und gleichzeitig effektive Verhütung
Wenn Sie in oder neben Taubennestern diese Kärtchen finden, einfach alles so lassen wie es ist und über den QR-Code kurz informieren. Probieren Sie es einfach aus und lassen Sie die Nester so wie sie sind.
Lieben Dank. Ihr Tierschutzverein Hagen und Umgebung e.V.
Eine liebe Kollegin hatte dieses wunderbare Vogelbad besorgt, und alle waren fasziniert, wie begeistert die Tiere diese Badegelegenheit angenommen haben.
Manche haben das Bad eifrig besetzt, andere haben sich als Bademeister versucht, und wieder andere haben mit voller Freude gebadet und geplanscht
Es gibt hier so viele herzerwärmende Momente mit diesen großartigen Tieren
Wir hoffen, dass die Menschen eines Tages endlich lernen, mit dem Herzen zu sehen. Denn was sie hier beobachten können, sind fantastische und – in diesem Fall – glückliche Tiere.
Sie haben ein Taubennest mit unserem Kärtchen und darin befindlichen Eiern entdeckt? Was sollten Sie tun? – Nichts!
Nichts, denn der Tierschutzverein Hagen und Umgebung e.V. hat an dieser Stelle bereits die Taubeneier gegen Kunsteier ausgetauscht. Damit stellen wir sicher, dass dort keine Küken mehr heranwachsen.
Dies ist eine äußerst wichtige Aufgabe unseres Vereins. Wir zerstören keine Nester, tauschen jedoch die Eier aus und kontrollieren die uns bekannten, zugänglichen Nester in regelmäßigen Abständen. Leider bekämpfen wir damit nur die Spitze des Eisbergs, aber jedes Ei, das nicht ausgebrütet wird, verhindert weiteres Tierleid.
Daher unsere herzliche Bitte: Lassen Sie alles so, wie es ist. Wir kümmern uns weiterhin darum.
Einige kümmern sich im Lockschuppen um die Tiere, sorgen für Sauberkeit und tauschen, wie jede Woche, die Eier von Hunderten Tauben aus. Andere übernehmen in dieser Zeit die sogenannte „Bahnhofsrunde“. Dabei werden Leitern aufgestellt, um auf Vordächern, hinter Reklametafeln, rund um den Bahnhof, im Parkhaus und vielen anderen Orten das ganze Jahr über nach Taubeneiern zu suchen und sie auszutauschen.
Hier einige Bilder der sogenannten Samstagsrunde…
Ist das unser Job? Nicht wirklich. Eigentlich wäre es Aufgabe der Stadt, die bereits im April 2025 ein eigenes Taubenschutzkonzept angekündigt hat. Doch wer tatsächlich die Arbeit übernimmt, lässt sich leicht beobachten, wenn unsere Runden gedreht werden.
Auch unter einigen Brücken in Hagen nisten die Tauben ungehindert, da es versäumt wurde, die Lücken und Schlitze vorsorglich zu schließen. Das sorgt nun für großes Aufsehen und immer wiederkehrende Beschwerden. Selbst dort versuchen wir zu helfen, indem wir zumindest an zugänglichen Stellen die Eier austauschen.
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