Wir sind zutiefst betroffen und können das Leid der Tiere kaum noch ertragen. Immer wieder erreichen uns Meldungen über Dachböden, auf denen kaputte Fenster oder offene Luken Tauben freien Zugang gewähren.




– Fotos: TSV Hagen

Was passiert?
Viele Menschen schauen jahrelang einfach weg, bis das unvermeidliche Chaos eintritt:
Hunderte von Tauben haben sich dort eingenistet, geschlüpft, liegen qualvoll im Müll verendet, während sich ihr Kot bereits zentimeterdick angesammelt hat. Erst dann erinnert man sich an den Tierschutz und ruft um Hilfe.![]()
All das Leid, all die Tiere, die hätten gerettet werden können, und die schrecklichen Bedingungen, die vermeidbar gewesen wären – das alles ließe sich verhindern, wenn nur rechtzeitig und verantwortungsvoll gehandelt würde. Zwischen zahlreichen Nestern finden wir oft verendete Jungtiere, die qualvoll verhungert sind, weil sie ihre Eltern nicht rechtzeitig begleiten konnten. Solche Szenen sind nicht nur traurig, sie sind auch vermeidbar. Warum lassen so viele Hausbesitzer es überhaupt erst so weit kommen? Wo bleibt das Verantwortungsbewusstsein?
Die hohe Taubenpopulation wirft immer wieder Fragen auf – ein wesentlicher Faktor ist der Zustand vernachlässigter Gebäude. Zerstörte Fenster ermöglichen Tauben den Zutritt zu ungenutzten Dachböden, die als Rückzugsort genutzt werden. Ohne nachhaltiges Taubenmanagement vermehren sie sich dort unkontrolliert.
Dieses Verhalten wurde den Tieren über Generationen vom Menschen selbst anerzogen. Tauben sind seit jeher von uns abhängig, weil sie gezielt für Nutzzwecke gezüchtet wurden – etwa als Brieftauben oder bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten. Doch sobald sie nicht mehr gebraucht werden oder ausgesetzt werden, kämpfen sie verzweifelt ums Überleben, suchen Schutz und Nahrung in der Nähe der Menschen und enden oft in Schmutz, Hunger und Elend, da sie kaum artgerechte Nahrung finden.
Bilder wie diese sind für uns kaum noch erträglich – und sie könnten durch ein sinnvolles Taubenmanagement vermieden werden. Die Vorstellung, wie unsere Kolleginnen solche Dachböden betreten und immer wieder tote sowie verhungerte Tiere vorfinden, ist kaum zu ertragen. Es ist höchste Zeit zu handeln und endlich Standards zu schaffen, die längst überfällig sind.
Nur durch nachhaltige Maßnahmen wie Taubenhäuser kann man solche tragischen Hotspots verhindern und eine gezielte Geburtenkontrolle durchführen.
WO BITTE SIND DIE VERANTWORTLICHEN?