Erneut sind wir erschüttert, tief traurig und wütend

Am vergangenen Freitag erhielten wir einen Hilferuf von einer Tierarztpraxis, die unsere Unterstützung für ein Kitten benötigte. Das kleine Wesen wurde auf einem Garagenhof in Altenhagen aufgefunden – hilflos und nicht in der Lage, sich fortzubewegen. Offensichtlich hatte jemand das Tier dort abgelegt und mit einem Tuch abgedeckt.

Glücklicherweise reagierten die Finder schnell und brachten es umgehend in die Tierarztpraxis. Dort wurde schnell gehandelt und das Kitten untersucht.

Die Diagnose war niederschmetternd: Seine Hinterbeine waren gelähmt, und es konnte weder Urin noch Kot eigenständig absetzen. Trotz intensiver Untersuchungen gab es keine klare Ursache für die Lähmung. Daraufhin bat uns die freundliche Angestellte der Praxis um Unterstützung. Eine Kollegin machte sich sofort auf den Weg, holte das Kätzchen (es bekam den Namen Kitty dort) ab und brachte es zur Neandertal-Klinik nach Haan. 😇

In der Klinik wurde Kitty gründlich untersucht und zunächst mit Medikamenten behandelt. Nach etwa vier Stunden stand fest, dass sie dort bleiben musste.

Ein großer Dank geht an unsere engagierte Kollegin Nina, die spontan eingesprungen ist, um zu helfen.❣

Gestern meldete sich die behandelnde Ärztin und informierte uns, dass der Zustand des Kittens unverändert sei und die Medikamente keine Besserung bewirkt hätten. Lediglich Verletzungen der Weichteile konnten festgestellt werden. Wir hatten vereinbart, am Montag eine neurologische Untersuchung vorzunehmen und gegebenenfalls ein CT oder MRT durchführen zu lassen.

Leider verschlechterte sich der Zustand des Kätzchens heute weiter, sodass die Tierärztinnen und Tierärzte uns zur Einschläferung rieten. Diese Nachricht war ein Schock für uns alle im Katzenteam. Nach reiflicher Überlegung und mit unglaublich schwerem Herzen entschieden wir uns schließlich, das Kitten gehen zu lassen.

Es war eine der schmerzhaftesten Entscheidungen, die man bei einem so jungen Lebewesen treffen muss… 😢

Sowohl wir als auch die Klinikärzte haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen – doch es gab schlichtweg keine Hoffnung mehr auf ein besseres Leben für das Kleine. 💔

Es bleiben viele quälende Fragen zurück: Was hat das Kitten durchleben müssen? Wer hat ihm das möglicherweise angetan? Und wie konnte es jemand einfach wie ein kaputtes Spielzeug dort ablegen?

Trotz all dieser Traurigkeit möchten wir den Findern, der Tierarztpraxis am Ischeland und Anni ebenso wie den empathischen Ärztinnen und Ärzten der Neandertal-Klinik unseren tiefsten Dank aussprechen. Ihr Einsatz und Mitgefühl bedeuten uns viel in solch schweren Momenten.💞

Machs gut kleine Kitty🖤

Übrigens bleiben die Kosten von über 1000 Euro wieder einmal beim Tierschutzverein hängen und reißen weitere Löcher in die Kasse…

Wir hätten gerne das Geld ausgegeben, wenn wir hätten helfen können…

Sollte jemand Kenntnis davon haben, wo die Kleine gelebt hat und was passiert ist, wären wir dankbar entsprechende Informationen zu bekommen. Hinweise hierzu werden absolut vertraulich behandelt!

Bitte melden Sie sich telefonisch bei uns unter 02331/406661 oder per Mail: info@tierschutzverein-hagen.de