Zu diesem Anlass möchten wir Ihnen bis dahin einige unserer Pflegetiere vorstellen. Alle Tiere haben eine mehr oder weniger traurige Geschichte. Viele von ihnen stammen aus dem Tierheim in der Stadt Hagen oder wurden direkt von uns übernommen.
Finanziell werden diese Tiere von unserem Verein auf Lebenszeit übernommen. Dazu gehören die medizinische Versorgung, Medikamente und vieles mehr. So können wir ihnen einen schönen Lebensabend bieten.
04.10.2026
Gedanken zum Welttierschutztag

Immer wieder gibt es Fälle von Animal Hoarding und das damit verbundene erhebliche Tierleid. Meldungen wie diese sind keine Seltenheit:
– 50 Katzen aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet.
– 30 weitere aus einer anderen Wohnung.
– 41 Katzen in Kartons ausgesetzt gefunden.
Diese erschreckenden Schlagzeilen reißen nicht ab und sind bundesweit ein Problem.
Halb verweste Tierkadaver werden entdeckt, Kätzchen mit ihren Müttern, und immer wieder stößt man auf traurige Szenen.
Inzucht bei diesen Beständen fast Normalität.
Leider sind solche Vorfälle im Jahr 2026 keine Seltenheit mehr.
Tierheime und Tierschützer geraten unter enormen Druck und haben kaum noch Kapazitäten zur Unterbringung. Sie sind heillos überfüllt, während täglich neue Fund- und ausgesetzte Tiere dazukommen. Die finanziellen Belastungen für Tierschützer sind enorm und ihnen bleibt nichts anderes übrig, als den täglichen Anblick dieses Elends zu ertragen.
Katzen dominieren die Arbeit der Tierschutzvereine zunehmend, doch auch verwahrloste Hunde, oft alt und krank, werden einfach ausgesetzt, lästig gewordene Kleintiere ebenfalls.
130 Hunde wurden im letzten Jahr allein aus einer Haltung in Sachsen-Anhalt befreit.
Im März 2026 kamen in Gelsenkirchen 25 vernachlässigte Hunde und Katzen in das Tierheim.
Im April folgten 21 in schlechten Verhältnissen gehaltene Spitze.
Die Liste ist lang und die Anzahl völlig vernachlässigter Tiere, die dem Sterben einfach ausgesetzt werden, wächst.
All das sind Schlagzeilen aus Deutschland, nicht aus dem Ausland.
Angesichts dieser erschreckenden Meldungen lohnt es sich jedoch auch, über die Haltung der sogenannten „Nutztiere“ nachzudenken. Während das Leid der Haustiere keineswegs heruntergespielt werden soll, muss daran erinnert werden, dass es als normal gilt, wenn auf 50 Quadratmetern so viele Tiere gehalten werden::
– Etwa 100 Ferkel oder junge Schweine (30 bis 50 kg) auf 0,5 qm pro Tier leben.
– Etwa 66 Mastschweine (50 bis 110 kg) den gesetzlich vorgeschriebenen Platz von 0,75 qm pro Tier haben.
– 50 schwere Schweine (über 110 kg) auf 1,0 qm pro Tier zusammengepfercht sind.
– 900 Hühner in Bodenhaltung mit mehreren Ebenen oder 450 Hühner in einer Ebene untergebracht werden.
– Selbst bei der Biohaltung kommen etwa 300 Hühner auf diesem engen Raum unter.
Vergesst nicht, dass in vielen Haushalten der Kühlschrank ebenfalls nicht nur Gemüse enthält. In all diesem traurigen Kontext gilt es, bewusst auf den Umgang mit Tieren zu achten.![]()