Was uns wirklich ärgert? Menschen, die sich Tiere anschaffen, ohne vorher nachzudenken. Und wenn dann etwas schief läuft, wird plötzlich der Tierschutz um Hilfe gebeten. Ein aktueller Fall lässt uns sehr wütend und fassungslos zurück.

Vor zwei Tagen erreichte uns eine dringende Nachricht. Die Katze einer Familie sei schwer verletzt, doch man hätte kein Geld, um sie in eine Klinik zu bringen. Es handelte sich um eine gerade einmal acht Monate alte Katze, die zudem drei Kitten im Alter von drei Wochen hatte. Im gleichen Haushalt lebte außerdem ein unkastrierter Kater.
Bei der Katzenmutter bestätigte sich unser schlimmster Verdacht: Ein gebrochener Kiefer, ein tiefer Riss im Gaumen und – wie sich später herausstellte – mehrere kleine Brüche im Gesicht. Als wir das erste Foto sahen, war sofort klar, dass nicht mehr viel Zeit blieb und das Tier ohne Behandlung sterben würde. Blut hatte sich bereits in Rachen und Nase gesammelt, was es ihm fast unmöglich machte zu atmen. 😢
Nach kurzer Beratung stand für uns fest: Wir müssen handeln, um die Mutterkatze und ihre Kitten zu retten. Wir sagten der Familie unsere Hilfe zu. Für uns eine äußerst schwierige Entscheidung, denn die Behandlung würde mit extrem hohen Kosten verbunden sein. Aber wir konnten das Tier (die Tiere!) nicht im Stich lassen. 🙏
Die Mutterkatze wurde sofort in einer Sauerstoffbox untergebracht, stabilisiert und am nächsten Tag gründlich untersucht sowie geröntgt. Der Gaumenriss war so schwerwiegend, dass er genäht werden musste. Der gebrochene Unterkiefer wurde fixiert, wodurch sie momentan nicht richtig fressen kann – der Bruch muss von selbst heilen. Zudem zeigten die Röntgenbilder weitere kleinere Brüche im Gesicht, die auf natürliche Weise zusammenwachsen müssen. 🍀

Um sie vorerst zu entlasten, bekam die junge Katze , wir haben sie jetzt Dalia genannt, (was für Glück und Schicksal steht) eine Ernährungssonde, über die sie nun alle vier Stunden Flüssignahrung erhält. Zusätzlich werden ihr Schmerzmittel und ein Medikament verabreicht, um die Milchproduktion zu stoppen. In diesem Zustand kann sie sich natürlich nicht um ihre Kitten kümmern.
Die bisherigen Behandlungskosten belaufen sich bereits auf über 4000 Euro. Zu allem Überfluss musste eines der Kitten heut wegen Untergewicht und schlechtem Allgemeinzustand notfallmäßig zum Tierarzt gebracht werden, was weitere 250 Euro gekostet hat. 😔
Die Familie informierte uns letztlich noch, dass sie finanziell nichts beisteuern könne – rein gar nichts. Statt dessen sagten sie uns, wir könnten ja die Kitten „gut verkaufen“, um das Geld wieder hereinzuholen. Dazu möchten wir uns lieber nicht äußern… 😡







Wir hoffen inständig, dass wir es geschafft haben, zumindest zwei Leben zu retten. Jetzt kümmern wir uns intensiv um die drei verbliebenen Kitten. Zwei von ihnen müssen mit der Flasche großgezogen werden, was unsere Pflegestelle Tag und Nacht fordert. Insbesondere eines der Kleinen braucht aufgrund seines schwachen Zustands zusätzliche und fachkundige Betreuung – es ist genauso ein Pflegefall wie seine Mutter. Wir hoffen uns bangen mit den Pflegestellen. ❣
Bitte unterstützen Sie uns mit einer kleinen Spende, den diese Kosten reißen wirklich ein Loch in unserer Tierschutzkasse.
Die Behandlungen geht ja noch weiter und es wird noch einige zu den über 4000 Euro kommen.
Hier können Sie uns unterstützen: https://tierschutzverein-hagen.de/spenden/



































